Samstag, 31. Januar 2015

Klopf Klopf Klopf


Mein Vermieter stand vor der Tür. Klingel habe ich seit Wochen keine mehr. Ich identifizierte das Klopfen erst nach einer ganzen Weile als ein Klopfen an meiner Tür. Seit den Sanierungsarbeiten am Haus gewöhnte ich mich an Klopf- und Bohrgeräusche.
Der Vermieter druckste herum: er käme mit schlechten Nachrichten. Er berichtete, dass nach gründlicher Analyse des Baus durch verschiedene Architekten quasi alles am Haus neu gemacht werden muss. Ein Wohnen ist dann für mich hier nicht mehr möglich. Er kündigte mir bis zum 30.07.. Nun wird der Umzug also konkret – was ich sowieso wollte.

Vorgestern hirschten meine Liebe und ich noch auf Teneriffa herum. Eine Woche auf dem Inselparadies. Teneriffa erlebte ich grüner als Gran Canaria. Wir waren im Norden in Puerto Cruz.
Es war ein Fest der Sinnlichkeit. Der Liebe. Wie es der Zufall wollte, lagen unsere Hotelzimmer nebeneinander. Amor war uns gut gesinnt, und wir verbrachten fast die gesamte Zeit in innigem Beisammensein. Der Himmel hielt sich allerdings oft bedeckt. Wir hatten nur einen wirklichen Stand-Tag. Das tat unserem Glück aber keinen Abbruch. Wir baldowerten einige Unternehmungen aus. Zum Beispiel fuhren wir im Bus hoch zum Vulkan El Teide, bis ca. 3000 Meter über dem Meeresspiegel, oder wir unternahmen einen Ausflug nach Santa Cruz, der Inselhauptstadt.
Es wurde nie langweilig. Selbst das Profane erfuhr einen schönen Anstrich. Nur die Zeit verflog mal wieder zu schnell. Wie immer, wenn es so schön ist.

Der Airbus 321 war eine halbe Krankenstation. Ich kam mir fast vor wie im Altenheim. Viereinhalb Stunden Flugzeit von Teneriffa bis Frankfurt.
Ist alles nur ein Traum? Bin ich wirklich zurück? Und was heißt zurück? Mein Zuhause ist nicht mehr hier. Es liegt in der Zukunft. Es liegt bei meiner Liebe. Wo auch immer.















Eine große Persönlichkeit deutscher Geschichte

ist tot.

Richard von Weizsäcker war für mich in den langen Jahren der Kanzlerschaft Kohls der einzige Lichtblick am politischen Himmel.
Er füllte die Rolle des Bundespräsidenten perfekt aus und wurde zu Recht von allen politischen und gesellschaftlichen Gruppierungen geachtet.
...

ein literarisches Tagebuch

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