Donnerstag, 4. September 2014

Umbruch - Aufbruch


Ich hatte meinen ersten Termin beim Arbeitsamt, bzw. bei der Agentur für Arbeit, wie es sich seit geraumer Zeit nennt. O-Ton: Wir sind eine Behörde, wir wenden nur Gesetze an. Die Dame vom Amt müllte mich zu mit Gesetzen und Vorschriften. Wenn man wie ich aus Frustration seinen Job aufgab, was längst überfällig war, ist man nach einer solchen Sitzung noch frustrierter. Fehlt am Ausgang nur ein tiefes dunkles Loch zum Hineinspringen – das wäre, glaube ich, schnell aufgefüllt.
Ich frage mich, wofür ich jahrelang in die Arbeitslosenversicherung einzahlte, wenn ich dann dummerweise nicht in die Gesetze passe …
Okay, eigentlich erwartete ich nichts anderes. Man hofft halt insgeheim, etwas menschlicher behandelt zu werden.
Langsam kann ich die Nachtwachen hinunter zählen, die noch verbleiben. Von der Arbeitsagentur werde ich mir die Freude daran nicht vermiesen lassen. Es war der richtige Schritt – davon bin ich fest überzeugt. Wenn nicht jetzt, wann dann?!
Auch bei meinem Vermieter tat sich etwas. Er packt bereits seine Sachen zum Umzug. Ein Käufer für die Bruchbude ist endlich gefunden. Angeblich muss ich mir keine Sorgen machen. Mein Mietvertrag gilt weiter. Wahrscheinlich werde ich die nächsten Monate ganz alleine im Haus sein. Home allone – HAHA! Da kann ich die Kuh fliegen lassen! Falls ich überhaupt zuhause bin …
Und auch vor dem Haus spielt sich zur Zeit einiges ab. Im Rahmen des Tunnelbauprojektes wurde die Straße für ein paar Wochen wegen der Bauarbeiten komplett gesperrt. Da darum kein Bus fährt, muss ich auf den eingerichteten Ruftaxidienst zurückgreifen, um zum Altenheim zu kommen. Bisher klappte das ganz gut und ist komfortabler als mit dem Bus.
Vieles um mich herum befindet sich im Umbruch, und ich stecke mittendrin.
Nicht zu vergessen meine Liebe – das Wichtigste und Schönste, was mir dieses Jahr widerfuhr.
Tja, und der Sommer ist leider vorbei. Er rauschte nur so – wusch! - vorbei. Mit all den vielen Erlebnissen, den schönen Sonnen- und Urlaubstagen ...





und wenn alle Stricke reißen, breche ich mit dem Feuerwehrauto aus, das seit Wochen unweit meiner Wohnungstür parkt

ein literarisches Tagebuch

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