Dienstag, 28. August 2012

TV-Tipp:

"An Englishman in New York", 20 Uhr 15, ZDFkultur

Elementar


Nach einer Sonnenwoche mit zwei Tagen am Meer und einem Tag auf der Nockalmstrasse zurück im Nachtdienst mit Urinflaschenanlegen, Windelwechseln und Arschwischerei. Das Leben kann hart sein. Man kommt nie zur Ruhe. Das Dasein hat unendlich viele Facetten – harmlos und zugleich dramatisch, natürlich und manipuliert, Tag und Nacht, offen und verschlossen …
Ein schöner und abwechslungsreicher Sommer neigt sich dem Ende zu: Ich kann gar nicht fassen, was ich alles erlebte und sah. Es ist verrückt. Mir fehlen die Worte. Die Geschichte geht weiter, die Geschichte von Leben und Sterben und Liebe. Ganz non-teleologisch. Mit dem Geist kann ich das Wirrwarr nicht durchdringen. Als ich vorhin aufwachte, lief im TV eine Doku über Qigong. Kung Fu Meister hingen an ihren Penis schwere Gewichte. Einer schaffte über zweihundert Kilo. Faszinierend. Was man nicht alles machen kann. Nein, ich will mich darüber nicht lustig machen. Auch ich denke, dass das Leben unheimliche Kräfte birgt, die man spüren und für sich nutzen kann. Und wenn es nur um die simple Bewältigung des Alltags geht …
Als ich vor wenigen Tagen in dem eisigen Gebirgsbach stand, die gute Luft tief in die Lungen einsog, in die Sonne blinzelte und mich nach den Steinen bückte, sie betrachtete und streichelte, hatte ich das Gefühl, dass mich die Elemente durchdrangen …
Meine Freundin chauffierte die Kinder und mich über die Nockalmstrasse, vorbei am Weg der Elemente, hinauf auf gut zweitausend Meter über dem Meerespiegel, wo nicht mal mehr die Zirben wachsen. Kühe grasten vereinzelt auf den kahlen, moosigen Berghängen – das Zuhause der Murmeltiere (– aber wir kriegten keins zu Gesicht). Am Tag zuvor badeten wir noch in der Adria. Es ist verrückt. Ganz und gar. Die ganze Welt, - wie sie funktioniert, wie alles ineinander greift, Himmel und Erde ...

ein literarisches Tagebuch

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