Donnerstag, 26. Januar 2012

TV Tipp - Immer mal wieder:

"Das große Fressen", 22 Uhr 25 auf 3sat.

Auf der Flucht


Wir flüchteten in einem kleinen Pick-Up vor einer wilden Motorradgang. Ich hatte die Schnalle eines Gangmitglieds gevögelt und war in flagranti erwischt worden. Nun wollten mir die schweren Jungs in der Motorradkluft an die Eier. Alle Entschuldigungen halfen nichts. Eigentlich war es ein Dreier – eine andere Lady spielte noch mit. Und eigentlich hatte sie mich aufgerissen; und ich hatte keinen Schimmer davon, dass sie die Braut eines Gangmitglieds war. Meine Erklärungen juckten die Brüder natürlich wenig.
Ein paar Kumpels halfen mir bei der Flucht. Wir konnten einen kleinen Vorsprung vor der Horde mit ihren brüllenden Maschinen herausfahren. Es ging über Stock und Stein, auf Feldwegen quer durch eine hügelige Landschaft. Es dürfte meine Heimat der Kraichgau gewesen sein. An einem Weizenfeld hielten wir plötzlich. Ein Kumpel von mir schnitt ein paar Ähren. Er kannte offensichtlich die Rezeptur für einen Zaubertrank. Das Gesöff war eins-zwei-drei zubereitet. Augenblicklich, nachdem er es intus hatte, wuchs mein Kumpel auf eine riesenhafte Gestalt von ca. drei Metern an. Außerdem wurde er super-stark, was er damit bewies, dass er ein paar Felsbrocken weg schleuderte, als wären sie Kiesel. Er sah jetzt aus wie Lee Majors aus der Serie „Ein Colt für alle Fälle“ in Übergröße. Wir fuhren weiter – nun etwas gelassener mit einem Riesen auf der Ladefläche des Pick-Ups. Vor unserer Stammkneipe, dem Billard-Café, warteten wir auf die Motorradgang. Ich hoffte nur, dass solange die Wirkung des Zaubertranks anhielt.
Sie hielt. Lee Majors vermöbelte die Jungs nach Strich und Faden. Die rannten nach kurzem davon wie Hasen. Wir hatten unseren Spaß und feierten den Sieg über die Motorradaffen ausgelassen im Billard-Café.
Nur ich machte mir doch ein wenig Sorgen, - sie könnten mich eines Tages erwischen. Ich hatte gehört, solche Typen wären ziemlich nachtragend ...

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