Freitag, 2. Dezember 2011

Weihnachtszeit, Erkältungszeit, Endzeit


Haaaatschiiii! Die Vorweihnachtszeit ist in vollem Gange mit Weihnachtsmärkten und Betriebsweihnachtsfeiern. Letzteres hasse ich. Hinzu kommen die Weihnachtsfeiern für die Altenheimbewohner. Leider habe ich dieses Jahr an diesen Terminen keinen Nachtdienst und muss wohl in den sauren Apfel beißen – d.h.: mich dort mal zeigen und sozusagen ehrenamtlich mitwirken. Es wird den Mitarbeitern, die frei haben, nahegelegt.
Die einzige Chance noch drumherum zu kommen, ist eine deftige Erkältung. Die ersten Bewohner sind bereits erkrankt. Heute morgen hustete mir einer beim Fiebermessen ins Gesicht. Ich fühle mich schon seit Tagen elend und quäle mich durch die Nachtdienste. Nein, nicht direkt Erkältungssymptome – mehr eine allgemeine Erschöpfung … Mein Gott, was für ein düsterer, hässlicher Tag heute!

Als ich gestern an der Bushaltestelle wartete, kam mir der Gedanke, dass es besser ist, wenn man sich nicht zu fit hält im Leben – denn wie frustrierend müsste es sein, mit absolut gesundem und gestähltem Körper und bei äußerstem Wohlgefühl das Zeitliche (notgedrungen) zu segnen. 2012 könnte meines Erachtens nämlich wirklich die Welt untergehen. Sowieso habe ich manchmal das dumpfe Gefühl, dass ich es nicht mehr lange mache. Die Apokalypse wäre mir freilich lieber … Nein, ich bin kein Egoist. Warum kommt denn der verdammte Bus wieder ewig nicht?
Aber im Ernst: wäre ich Arzt, hätte ich mit dem Patienten Menschheit einige ernste Worte zu wechseln. So wird es nicht lange weitergehen. Vielleicht ist das diesjährige Weihnachtsfest bereits unser letztes. Da wäre ich doch blöd, wenn ich mich noch besonders für meine Gesundheit und so abmühen würde. Ich glaube, dass man leichter stirbt, wenn man sich eh elend fühlt …
Man muss ja nicht gleich so kaputt aussehen wie Lemmy von Motörhead. Der könnte locker ohne Maske bei „Fluch der Karibik“ mitspielen … als einer dieser Zombie-Piraten. Auch bei uns im Altenheim würde er nicht auffallen.
Schließlich kam der Bus. Es ist immer das Gleiche: Beeile ich mich und erreiche die Haltestelle wenige Minuten vor dem fahrplanmäßigen Zeitpunkt, kommt der Bus zu spät; aber wenn ich pünktlich bin, kann es passieren, dass mir der Bus vor der Nase davonfährt.
Irgendwann schreibe ich mal speziell was über das Warten an Haltestellen …

ein literarisches Tagebuch

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