Sonntag, 2. Januar 2011

Erste Eindrücke im Neuen Jahr




Alte Brücke/Altstadt



Ich stieg bei der Alten Brücke aus dem 33er Bus. Die Altstadt lag düster und im Dunst vor mir. Langsam sollten die Tage wieder heller werden, wenn sie denn erstmal richtig Tag wären. Auf der Alten Brücke lief ich Spießruten zwischen den fotografierenden Touristen. Das Kopfsteinpflaster war noch übersät von den Knallkörperfetzen der Silvesternacht. Der Dreck mischte sich mit dem Schneematsch zu einem rotbraunen Brei.
Ich hatte im Bahnhof eingekauft und wollte mich nun bis zum Abend in der Stadt rumdrücken. Doch war die Stimmung allgemein noch verkatert. Einige Kneipen machten erst gar nicht auf. Im "Coyote Café", wo ich schließlich landete, waren mehr Bedienungen als Gäste. Jedenfalls anfangs. Man stand zusammen und quatschte über seine Silvestererlebnisse. Ich wedelte mit den Armen und wurde endlich wahrgenommen. Freilich habe ich Verständnis für eine solche Arbeitslaune am Neujahrstag - solange ich mein Bier bekomme. Notfalls würde ich es mir auch selbst zapfen.
Nein, der Bär war nicht gerade los. Ich langweilte mich schnell. Noch vor der Tagesschau war ich wieder zuhause. Außer dass der Jahreswechsel einige Gehirne benebelt hatte, war nichts passiert. Man macht da allgemein viel zu viel Wind drum.
So oder so muss jeder für sein Glück kämpfen. In den Schoß fällt einem selten was. Und wenn - wohl eher der Scheiß als das Glück.



Zum Neuen Jahr

„Wird‘s besser? Wird‘s schlimmer?“
fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich:
Leben ist immer
lebensgefährlich.


(Erich Kästner)


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