Montag, 27. Dezember 2010

Neues Jahr, neues Glück

oder: Ein Aufruf zur Unruhe


Punkt um Punkt wächst die Kette. Auf geht‘s zur nächsten Sonnenumrundung!
Das Universum ist eine geheimnisvolle Uhr, und wir ticken mit - in einem ungeheuren Sog der Vergänglichkeit gefangen. Sonnenaufgang um Sonnenaufgang wandeln wir durch den Irrgarten von Raum und Zeit, ohne zu wissen, woher wir kamen und wohin wir letztlich gehen. Ein Programm sorgt dafür, dass wir sind, was wir sind. Wir stillen unseren Durst ... nach Macht, Erkenntnis, Liebe. Wir sind verrückt vor Verlangen.
Jeder neue Tag bedeutet Gewinn und Verlust. Geburt und Tod sind sich Antagonisten in einem universellen Zerfallsprozeß. Das Feuer brennt, solange der Brennstoff hält.
Der Mensch ist ein Funke, der besonders hoch über die Feuerstelle stiebt und für den Bruchteil einer Sekunde, in universellen Zeiträumen gesprochen, einen Überblick gewinnt. Auf diesen „Blick“ bildet er sich gemeinhin viel ein. Dabei kann er nicht verstehen, war er da sieht. Er darf sich ein paar tausend Jahre wundern, nun in menschlichen Zeiträumen gesprochen. Dummerweise zeitigt diese zufällige Horizonterweiterung der Spezies Mensch verhängnisvolle Nebenwirkungen wie: Mord und Totschlag, Größenwahn und Krieg.
Bis heute schaffte es der Mensch nicht, über seinen Schatten zu springen. Er blieb trotz prädestiniertem Blickwinkel geistig arm. Selbstzerstörerisch und grausam schuf er sich eine Hölle auf Erden - eine eigene Welt in der Welt. Er kanzelte sich von der übrigen Schöpfung ab und erhob sich über sie. Er wurde zum Parasiten auf Erden.

Meine Hoffnung besteht darin, dass sich Menschen finden, die in dem ganzen Wirrwarr von Kriegen und Machtdünkeln Oasen des Friedens und der Menschlichkeit errichten und erhalten. Es gibt sie schon immer. Manchmal finden sie Mitstreiter. Manchmal scheitern sie. Manchmal sterben sie einsam. Immer haben diese Hoffnungsträger meine Hochachtung.

Für das Jahr 2011 wünsche ich mir mehr Unruhe - doch keine kriegerische sondern eine Unruhe des Geistes, welche global verbindet und nicht trennt. Ich wünsche mir gemeinsame Ziele und Ideale, die aus dem Herzen kommen, weil wir alle Brüder und Schwestern sind.
Ich wünsche mir den Funken Verstand und Erkenntnis, den wir brauchen, um Kriege und Unmenschlichkeiten zu beenden und zu vermeiden. Das Wissen dazu haben wir längst.

ein literarisches Tagebuch

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